
Abedi ist eine deutsche Kinder- und Jugendbuchautorin, das Buch ist 2016 bei Arena erschienen. Die Protagonistin, eine Ich-Erzählerin, ist die 17-jährige Vita, es geht um alte Familiengeheimnisse und Selbstfindung.

Der erste Satz ist etwas platt, aber voller Spannung. Er sagt: Es gibt keine Zufälle, ich musste das nur erst lernen, und hier kommt jetzt die Geschichte, wie ich das gelernt habe. Die Aussage, es gibt keinen Zufall, beinhaltet, dass alles zusammenhängt, was etwas Kindliches hat. Es ist also genau das Gegenteil von dem, was ein Buch übers Erwachsenwerden beinhalten würde, den Weg weg vom Kindsein. Womöglich liegt hier die Aussage, das Thema drin, es wäre also spannend das Buch zu lesen und das herauszufinden. Vielleicht geht es auch darum, sich etwas Kindliches, Unschuldiges zu bewahren, man weiß es nicht und muss das auch nicht, der erste Satz soll ja zum Weiterlesen animieren.
Dann kommt der Hook, das Ereignis, mit dem die Geschichte anfängt. Das entspricht recht genau dem, was im Klappentext steht, orientiert den Leser also, auch ohne, dass schon allzu viel von der eigentlichen Geschichte erzählt worden ist.
Und dann kommt etwas Seltsames, nämlich die Angst vor fliegenden Objekten. Der Absatz geht hier noch weiter, er ist in der Tat recht lang für einen ersten Absatz. Aber die Angst wird weiter erläutert, auch dass sie irrational und unverständlich ist, und am Ende steht der Satz: “War ich vor jenem Sommer vielleicht selbst noch nicht bereit für die Wahrheit, die so tief in mir versteckt war?”
Auch hier wieder das Thema: Irgendwie hängt alles zusammen, sie wusste es nur noch nicht. Das und die damit verbundene Selbstfindung ist ein wichtiges Thema beim Erwachsenwerden, von daher ist dieser Anfang sehr gelungen.