“Schatten über Elantel” von Brando Sanderson (High Fantasy)

Der Roman ist Teil 5 der Nebelgeborenen-Reihe, der erste “Mistborn”, im Deutschen “Die Kinder des Nebels”, war ein großer Erfolg, inzwischen gibt es sechs Stück plus ein paar Kurzgeschichten und Novellen.

Dieser Anfang ist der Anfang des Prologs, der ja gerüchtehalber gar nicht zum Roman gehört (sondern dazu dient, in die Welt und den Konflikt einzuführen und gerade so viel zu verraten, dass der Leser neugierig wird), aber der Leser blättert ja nicht über den Prolog hinweg und beginnt beim 1. Kapitel. Das gibt dem Autor die Möglichkeit, den wichtigen, ersten Satz abgekoppelt von der Haupthandlung zu schreiben und das ist schon was.

Wie schaut es hier aus? Im ersten Satz wird die Person, ihr Beruf, und die aktuelle Situation eingeführt. Dann gibt es direkt einen Dialog, der Humor und Westernfeeling verspricht. Der Name ist außergewöhnlich, die zweite Person hat gar keinen. Genug Rätsel, aber auch genug Info, um interessiert weiterzulesen.

Über den Konflikt gibt es keine Information und auch nicht über die Tatsache, dass es sich um eine Fantasywelt handelt. Das weiß der Leser vom Cover, Titel und Klappentext, abgesehen davon, dass man beim 5. Teil einer Reihe davon ausgehen kann, dass die Mehrheit der Leser die vorhergehenden Bücher kennt. Der Autor konzentriert sich hier also auf die Einführung des Settings und das macht er gut.