Arbeitsproben

Auf dieser Seite finden Sie drei Arbeitsproben.

  • Melissa David „Die Chroniken von Usha“, literarisches Volllektorat
  • Robert Musil „Die Hasenkatastrophe“, Beispiellektorat Stilmittel
  • T. K. Moon „Stud.IP – Das muss man erlebt haben“, Fachlektorat Bildung, Grundlektorat

Melissa David „Die Chroniken von Usha“

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Melissa Davids neuer Roman handelt vom gestürzten Drachenkönig Doron und der Magierin Ellenie, die sein Blut braucht, um am Leben zu bleiben. Es geht um Intrigen am Königshof, um die Liebe und ein altes Geheimnis.

Ich stelle hier mit Erlaubnis der Autorin die lektorierte und korrigierte erste Szene des 1. Kapitels zur Verfügung. In den Kommentaren wurden zwei Farben verwendet, eine für Inhaltliches, eine für sprachliche Anmerkungen.

Grundsätzlich ging es neben der sprachlichen Korrektur vor allem um Exposition und Terminologie, wie es bei einem High-Fantasy-Roman zu erwarten ist. Der Plot selbst bedurfte keiner Eingriffe, nur die Zusammenstellung der Kapitel wurde leicht angepasst, einige Hintergrundinformationen eingefügt und eine einheitliche Terminologie für einige der fiktiven Gegenstände und Ämter geschaffen. Sprachlich waren es vor allem Bezüge und an einigen Stellen die räumlich-zeitliche Kohärenz, die korrekturbedürftig waren. Melissa David schreibt einen sehr getragenen, fließenden Stil, die Hauptfiguren reflektieren viel über das Geschehene, der Leser wird durch den Text getragen. Sie arbeitet kaum mit Stilmitteln, sondern mehr mit einem dichten Satzgefüge, in das an manchen Stellen ein wenig korrigierend eingegriffen wurde.

Drachenkönig_Arbeitsprobe

Robert Musil – Die Hasenkatastrophe

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Robert Musils „Die Hasenkatastrophe“ ist eine Parabel, in der Touristen auf einer Insel zufällig beobachten, wie der Hund eines der Gäste einen Hasen jagt und fängt. Der Ich-Erzähler, der selbst zu der Touristengruppe gehört, unterbricht seinen Bericht mit Beschreibungen und Reflexionen.

Diese Kürzestgeschichte – sie enthält reichlich 5500 Zeichen – ist bekannt dafür, dass sie eine große Anzahl an bildhaften Ersetzungen enthält – Metaphern, Personalisiserungen, Metonymien und andere. Übliche Schreibtipps listen Stilmittel meist auf, zusammen mit einigen Beispielen. Erfahrungsgemäß liest man sich das durch und hat es danach wieder vergessen, zumal beim Schreiben niemand überlegt: Welches Stilmittel setze ich hier wohl nun am besten ein?

Um also einen eindrücklicheren Überblick zu erhalten und einmal ganz praktisch die Anwendung zu üben, habe ich die Geschichte analyisert und stelle das Ergebniss sowie den eigentlichen Text mit markierten Stilmitteln zum Download bereit.

Musil_Stilmittel

T. K. Moon „Stud.IP – Das muss man erlebt haben“

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Der Text gewann 2010 den 1. Preis des Schreibwettbewerbs der E-Learning-Plattform Stud.IP, unter Studenten auch liebevoll Studip genannt. Er handelt von den Tücken der Technik und von menschlichen Ausfallerscheinungen.

Das Lektorat bestand im wesentlichen darin, den Text auch für Nichtstudenten oder solche, die vor der Einführung von Stud.IP eine Universität besucht haben, verständlich zu machen, also ihn an ein erweitertes Zielpublikum anzupassen.

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